direkt zum Inhalt springen

direkt zum Hauptnavigationsmenü

Sie sind hier

TU Berlin

Inhalt des Dokuments

Gleichwertige Lebensverhältnisse: Passgenaue Maßnahmen zur Entwicklung strukturschwacher Regionen

Auftraggeber: Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi)

Laufzeit: 05/2019-07/2020 

Projektleitung: Prof. Dr. Lech Suwala 

Projektteam: Jonas König, Colin Delargy, Dr. Hans-Hermann Albers, Dr. Janet Merkel

Kooperationspartner: Deutsches Forschungsinstitut für öffentliche Verwaltung (FÖV)

Die Förderung gleichwertiger Lebensverhältnisse ist ein grundlegendes Ziel der Regionalpolitik in der Bundesrepublik Deutschland. Trotz Erfolgen in diesem Politikfeld seit der Wiedervereinigung 1990 stellt der fortschreitende demographische, technologische und ökonomische Wandel immer neue Herausforderungen an wirtschaftspolitische Interventionen. Folglich zeigen sich regionalökonomische Disparitäten heute in einem komplexen Mosaik unterschiedlicher und dynamischer Problemlagen. Umso schwieriger wird es, pauschale Lösungen anzubieten; und umso größer ist der Bedarf nach innovativen und passgenauen Maßnahmen. 

Vor diesem Hintergrund wird das Forschungsprojekt im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie die wirtschaftsnahe, insbesondere innovationsbezogene Förderpraxis in jeweils drei ost- und westdeutschen Regionen evaluieren und Vorschläge für ihre Weiterentwicklung erarbeiten. Ziel ist es, die Passgenauigkeit und Integration unterschiedlicher Fördermaßnahmen zu erhöhen. 

Auf dem Weg zu diesem Ziel führt das Forschungsprojekt eine detaillierte Analyse der jeweiligen Förderwirklichkeit durch: Thematisiert werden Engpässe im Förderprozess sowie bisher nicht adressierte Förderbedarfe, die sich aus der konkreten Situation vor Ort ergeben. Gleichzeitig will das Forschungsprojekt innovative Lösungen und Kooperationen für die Unterstützung von Förderzielen vor Ort identifizieren. Verwaltung und Wirtschaftsförderung werden nicht nur als passive Begleiterinnen von Innovations- und Förderprozessen begriffen, sondern in ihrer aktiven Rolle als Initiatoren und innovative Akteure gewürdigt. 

Um dieser zentralen Stellung kommunaler Akteure vor Ort bei der Formulierung passgenauer Maßnahmen Rechnung zu tragen, werden im Rahmen des Forschungsprojekts Regionalkonferenzen in ausgewählten, strukturschwachen Regionen durchgeführt. In unterschiedlichen, interaktiven Formaten sollen hier regionalspezifische Herausforderungen diskutiert und gemeinsam Lösungsansätze erarbeitet werden. Das Fachgebiet Stadt- und Regionalökonomie der TU Berlin ist für die Organisation der Regionalkonferenzen in den drei ostdeutschen Untersuchungsräumen zuständig; das ganze Projekt findet in enger Kooperation mit dem Deutschen Forschungsinstitut für öffentliche Verwaltung in Speyer statt, das parallel drei westdeutsche Untersuchungsräume fokussiert. Die Untersuchung ähnlicher Regionstypen in Ost- und Westdeutschland gewährleistet die Integration des Gesamtprojekts.

 

 

Hush City Mobile Lab

Timeframe: April 2018 - March 2020

Principal Investigator: Dr. Arch. Antonella Radicchi

Research Assistant: Charlotte Weber

Project supervisors: Prof. Dr. Dietrich Henckel, M.A. Jörg Kaptain (Berlin Senate, Senate Department for the Environment, Transport and Climate Protection).

The Hush City Mobile Lab’s mission is to make our cities quieter and healthy places to live.

But, what is quietness? And how it can be defined and addressed?
In the same way that health cannot be defined as “merely the absence of disease” (WHO, 1948), the mere absence of noise is not sufficient to define quietness and ensure a good sonic environment for our physical and mental health, and social well-being.

At Hush City Mobile Lab we believe that people, like you, need to be (re)placed at the core of urban planning processes and engaged to identify, evaluate and plan everyday quiet areas in cities.
To reach this goal we apply the “open source soundscapes” methodology, combining methods and tools drawn from soundscape research and citizen science, like soundwalks and a new mobile app – Hush City app!

The “open source soundscapes” approach was initiated in the framework of the project: “Beyond the Noise: Open Source Soundscapes” (2016-2018), and we will continue to apply and deepen the methodology through new pilots and comparative studies, like that one in progress in Granada.

The Lab’s first two-year agenda revolves around 4 key-actions:

  1. Participation. We boost and retain citizen participation by implementing new features on the Hush City app and structuring a citizen science communication campaign.
  2. Analyses. We apply the soundscape approach and psychoacoustic analyses to further explore the “everyday quiet areas” identified by people in Berlin using the Hush City app and, eventually, to define a descriptor.
  3. Policy & best practices. Wedevelop a comparative Berlin-New York case study so as to build a framework on EU and USA policies & best practices on noise abetment and soundscape planning.
  4. Planning. We design the “Berlin Everyday Quiet Areas Master Plan” and develop city-scale planning guidelines and regulations in Berlin.

Given the interdisciplinary nature of the Lab, methods and tools include: literature review, planning and policy document analyses, narrative interviews, soundwalks, the Hush City app, psychoacoustic analyses, the urban acupuncture method.

We are proud to collaborate with academics, artists, practitioners, city makers, and community groups in its communication that noise has to be considered a healthy issue and the sonic urban environment needs to be a curated common in our society.

In the end, we expect to positive impact different fields: science, policy, environment, economy and society at large.

Project’s website

www.opensourcesoundscapes.org

 

 

ARL-Arbeitskreis "Zeitgerechte Stadt" - Konzepte und Perspektiven für die Planungspraxis

Laufzeit: Seit Oktober 2014

Projektleitung: Dietrich Henckel

Ein neuer Arbeitskreis unter dem Titel „Zeitgerechte Stadt“ wird am 01. Oktober 2014 seine Arbeit aufnehmen. Die temporalen Strukturen der Gesellschaft ändern sich im Rahmen des wirtschaftlichen und sozialen Wandels weit reichend und haben massive Rückwirkungen auf den Raum. Die ARL hat schon einmal einen Arbeitskreis zum Zusammenhang zeitlicher und räumlicher Entwicklung betreut, der mit der Veröffentlichung Dietrich Henckel, Matthias Eberling (Hrsg.), Raumzeitpolitik, Opladen 2002, seinen Abschluss fand. Mittlerweile ist die Sensibilität für die raumzeitliche Fragen deutlich gewachsen, die Forschung in diesem Bereich hat deutlich zugenommen und – insbesondere durch die Verbreitung neuer Techniken haben sich einerseits die Veränderungen der Zeitstrukturen intensiviert, gleichzeitig aber neue Möglichkeiten eröffnet, die Zusammenhänge zwischen räumlicher und zeitlicher Entwicklung abzubilden sowie neue Instrumente der Steuerung und Beeinflussung zu entwickeln. Vor diesem Hintergrund hat das Präsidium der ARL beschlossen, erneut einen Arbeitskreis zu Fragen der raumzeitlichen Entwicklung einzurichten und Dietrich Henckel gebeten, den Vorsitz zu übernehmen. Die Stellvertretung hat Frau Prof. Dr. Caroline Kramer vom KIT in Karlsruhe übernommen.

Aufgabe des Arbeitskreises ist in den nächsten zwei bis drei Jahren aus unterschiedlichen Perspektiven Beiträge zu leisten u.a. zu folgenden Aspekten:

  • Strukturanalyse: Wie verändern sich Erreichbarkeiten und Zugänglichkeiten in den Quartieren, Städten und Stadtregionen? Welche Folgen hat dies für die Inanspruchnahme des Raumes?
  • Normative Überlegungen: Wie kann „Zeitgerechtigkeit“ definiert und eingegrenzt werden? Wie müssen Quartiere, Städte und Stadtregionen organisiert sein, um zeitgerecht im Sinne einer zeitlichen, sozialen und räumlichen Verteilungsgerechtigkeit zu sein?
  • Planerische Möglichkeiten: Wie lassen sich räumliche und zeitliche Planung integrieren? Welche Auswirkungen hat das auf die verschiedenen räumlichen Planungen auf unterschiedlichen Planungsebenen?
  • Akteursanalyse: Wer sind die Akteure der Zeitgerechtigkeit? Welche Interessen verfolgen sie? Welche Machtstrukturen wirken auf das Individuum und wie werden sie auf städtischer Ebene über Temporalstrukturen vermittelt?

Das endgültige Arbeitsprogramm formuliert der Arbeitskreis im Rahmen der ersten Sitzungen.

Loss of the Night Network (LoNNe)

Lupe

Laufzeit: Seit Oktober 2012

Bearbeiter: Dietrich Henckel, Josiane Meier u.a.

Im Kontext des Verbundprojekts Verlust der Nacht ist 2011 das europäische COST-Netzwerk (European Cooperation in Science and Technology) LoNNe (Loss of the Night Network), das der Verknüpfung der Forschungsaktivitäten auf internationaler Ebene dient, bei der EU beantragt und 2012 bewilligt worden. Im Rahmen von LoNNe sollen die multiplen Effekte zunehmender künstlicher Beleuchtung auf globaler Ebene untersucht werden. Hinsichtlich der Verbesserung von Beleuchtungstechniken standen bisher insbesondere Aspekte der Energieeffizienz im Vordergrund. Es sind jedoch nicht nur technische Innovationen, sondern auch neue Rahmenbedingungen der Steuerung erforderlich, um die Auswirkungen der Lichtverschmutzung auf die natürliche Umgebung, Biodiversität, Ökosysteme, menschliche Gesundheit und Gesellschaft korrigierend beeinflussen und die natürliche Dunkelheit schützen zu können. Das Netzwerk dient der Sensibilisierung, dem Austausch zwischen Wissenschaftlern, dem Austausch mit der Praxis – Unternehmen und Kommunen – auf der Basis verschiedener Formate: Wissenschaftleraustausch, Tagungen, Sommerschulen, Publikationen etc. LoNNe zielt darauf ab, Kooperation und Austausch zwischen den jeweiligen Akteuren zu verbessern, um vorhandene Wissenskapazitäten zu bündeln und regelmäßige Arbeitsabläufe zu etablieren.

Das Fachgebiet ist an der Arbeitsgruppe 3 (Quantifying the economic value of nights with near-natural light conditions) beteiligt durch den Vorsitz (D. Henckel) und Forschungsbeiträge (J. Meier). Außerdem ist D. Henckel Mitglied im Management Committee.

Internationales Graduiertenkolleg: Berlin - New York - Toronto

Lupe

Was zeichnet eine Metropole aus? Ist es ihre Größe, ihr historischer Werdegang, ihr politischer Einfluss, ihre sozio-kulturelle Vielfalt oder ihre Bedeutung im internationalen Netzwerk von Städten? Im Internationalen Graduiertenkolleg: Berlin - New York - Toronto soll die Globalität von Metropolen anhand der spezifischen Verbindungen untersucht werden, die die jeweiligen Städte mit anderen Teilen der Welt eingegangen sind.

Die sozialwissenschaftliche Stadtforschung untersucht seit Jahren die gegenwärtige Wechselbeziehung zwischen Metropolen und Globalisierung. Demgegenüber haben die meisten neuen Arbeiten aus der Welt- bzw. Globalgeschichte diesen Zusammenhang nur am Rande thematisiert. Zwar gibt es eine Reihe von Studien, etwa zu internationalen Hafenstädten oder Weltausstellungen, die den städtischen Kontext einbeziehen. Eine systematische Bestimmung des Zusammenhangs von Globalisierung und Metropolitanität fehlt jedoch bislang, zumal sich auch die historische Urbanistik kaum mit den globalen Transformationen seit dem 19. Jahrhundert befasst hat. Hier klafft eine große Forschungslücke, die das geplante Graduiertenkolleg ausfüllen möchte. Die interdisziplinäre Verbindung von sozialwissenschaftlichen Methoden und historischen Ansätzen verspricht in diesem Zusammenhang einen beträchtlichen Mehrwert gegenüber der bisherigen Forschung.

Zusatzinformationen / Extras

Direktzugang

Schnellnavigation zur Seite über Nummerneingabe